Die Überschuss-Situation bei Milch und Rindfleisch hat zur Suche nach alternativen Formen der Grünlandnutzung geführt. Der Umstand, dass zwei Drittel des in der Schweiz konsumierten Wildfleisches aus dem Ausland importiert werden, liess es sinnvoll erscheinen, einen Teil dieses Fleisches bei uns zu produzieren. So entstanden in den vergangenen 15 Jahren zahlreiche Gehege, in denen hauptsächlich Damwild gehalten wird. Die Tiere leben ganzjährig im Freien. Während des Sommers ernähren sie sich vom saftigen Gras ihrer Weiden, die ihnen auch genügend Raum bieten für artspezifische Bewegung und Verhaltensweise. Im Winter werden sie mit Heu, Mineralsalze und als Lockmittel mit Brot zugefüttert. Um sie vor extremen Witterungseinflüssen zu schützen, genügt ein einfacher Unterstand.